Schachgemeinschaft Bünde 1945

NRW-Liga: Gebrauchter Tag für Bünde I

NRW-Liga: Gebrauchter Tag für Bünde I

Ohne uns abzusprechen haben wir manchmal so Tage, an denen wir mannschaftlich geschlossen den größten Mist spielen.
Das sollte natürlich nicht passieren, schon gar nicht im Spitzenspiel – Platz 1 gegen Platz 4.

Für die, die sich vorbereitet haben, war es nicht optimal, dass am Samstagabend eine Krankmeldung reinflatterte. Gut, dass wir vor dem Spiel mehr als acht Zusagen hatten, sodass wir mit Bordmitteln den Ausfall auffangen konnten und nicht auf die parallel spielende zweite Mannschaft zurückgreifen mussten.

Pünktlich auf die Minute gab es Schiedsrichter um 11 Uhr die Partien frei.

Vorab vielleicht noch ein paar Worte zum Spiellokal
Es sind ausreichend freie Parkplätze vorhanden, ein großer Analyseraum steht ebenfalls zur Verfügung.
Jedoch sind die Tische in der Schule etwas klein. 
Wenn das Schachbrett größer ist als der Tisch, ist das für die 16 Spieler nicht so schön.
(Papier-)Handtücher auf der Toilette sollten vorhanden sein. Der Hinweis, dass das ein Schulgebäude ist und es immerhin Toilettenpapier gibt, ist da nicht so optimal.

Jetzt aber endlich zu den Partien:

Wir sind ganz gut aus der Eröffnung gekommen und hatten ordentliche, überwiegend ausgeglichene Stellungen, aufzuweisen.
Lediglich am Spitzenbrett bei Pascal Brunke konnte man das nicht so genau beurteilen. 
Nach wenigen Zügen war eine Stellung entstanden, die vermutlich nur ein Computer vermag zu bewerten.

Nach rund zwei Stunden hatten wir offenbar unsere guten Züge verbraucht und haben reihenweise die Partien aus der Hand gegeben.

Benjamin Moradi Kahlou machte da den Anfang. Er hatte seinen Eröffnungsvorteil hergegeben und stand etwas schlechter, als sein Turm eingesperrt wurde und er eine Qualität und die Partie verlor.

Ein Remis gab es bei Tim Fuhlrott. 
Seine optisch gut aussehende Partie war im Turm-Läufer-Endspiel ausgeglichen, daher eine gerechte Punkteteilung.

Eine mutig angelegte Partie spielte Kiril Konovalov. Er gab einen Bauern und konnte den gegnerischen König an der Rochade hindern. Kiril bekam allerdings „nur“ den Bauern zurück und es entstand ein ausgeglichenes Bauernendspiel. 
Allerdings unterlief ihm da ein Fehler und er musste aufgeben.

Boris Brosig hatte ebenfalls einen Bauern für Initiative gegeben. Im Mittelspiel war (sicherlich) mehr drin, doch er verpasste die beste Fortsetzung und als im Endspiel ein zweiter Bauer weg war, was das die Entscheidung in der Partie.

Entgegengesetzt rochierte Könige standen sich bei der Partie von Thomas Nordsieck gegenüber.
Der Angriff von Thomas war leider etwas langsamer, sodass sein Gegner erst Material und dann die Partie für sich gewinnen konnte.

Dann doch noch ein Lichtblick:
Pascal spielte, wie der Computer bestätigte, eine starke Partie und die Maschine war sehr zufrieden und das entgegen der Einschätzung von Pascal, der - wie er später sagte - während der Partie gar nicht so zufrieden mit seinen Zügen war.
Pascal konnte in der Partie den Druck auf die gegnerische Stellung aufrecht erhalten und nach einem Qualitätsgewinn die Partie für sich entscheiden.

Dann waren wir wieder mit Niederlagen an der Reihe, dieses mal bei Christian Brunke.
Im Mittelspiel zeigte die Computeranalyse eine vorteilhafte Variante für ihn an. Statt diese Variante zu spielen, zog er es vor, einen Bauern einzustellen…
Im Doppelturmendspiel zeigte der Computer einmal noch Ausgleich an, die Partie ging allerdings für Christian verloren.

Die längste Partie spielte Ilija Kettler. 
Er hatte eine gute Stellung und mit rumlavieren sollte es doch irgendwie funktionieren. 
Zwischendurch war ein gewinnbringendes Damenopfer möglich. Schlussendlich gab er später in der Partie die Dame gegen zwei Türme. 
Die gegnerische Dame war dann allerdings zu stark und auch er musste aufgeben.

Ein gebrauchter Tag, der mit einer deutlichen 6,5:1,5-Niederlage zu Ende ging und Iserlohn als neuen Tabellenführer grüßen lässt.

Die Liga ist in dieser Saison sehr spannend. 
Schon wieder haben fast alle Teams aus der unteren Tabellenhälfte gegen die Teams von oben gewonnen.

Der Tabellenführer aus Iserlohn hat mit neun Punkten gerade einmal vier Punkte Vorsprung vor dem Tabellenletzten.
Zum Vergleich ein Blick in die Parallelgruppe, da trennen Platz eins bis zehn insgesamt 13 Punkte.

Für uns geht es am 06.04.2025 weiter, am vorletzten Spieltag empfangen wir die VdSF Bonn.

Übersicht Mannschaften
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